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Südafrika 3:
Tipps von Kapstadt bis Weinland

20. Juni 2010 | Von Ko | Rubrik: Südafrika 3
Apartment

Ein Apartment in Kapstadts „Victoria & Alfred Waterfront“ ist sicherlich ein idealer Ausgangspunkt für vielfältige Aktivitäten in der Kapregion, Geschäfte und Restaurants sind gut zu Fuß zu erreichen.

CAPE TOWN – Inzwischen ist es wieder mal 8 Uhr morgens, ich bin gerade in unserem Apartment in Kapstadts Geschäftszentrum „Victoria & Alfred Waterfront“ aufgewacht. Ein großzügiges Wohnzimmer mit Balkon, eine Küche und ein Schlafzimmer heißen uns zur Selbstverpflegung willkommen. Direkt vor dem riesigen Balkon ankern moderne Luxusjachten, im Hafenbecken begrüßen uns fröhlich jaulende Seelöwen. In unmittelbarer Nähe gibt es jede Menge internationale Restaurants, ich empfehle die Meeresfrüchte im Baia und das Sashimi im Willoughby.

Weiter nach Constantia, Camps Bay …

Nächstes Ziel ist Constantia. Dieses teure Villenviertel von Kapstadt liegt an den Südhängen des Tafelbergs und präsentiert sich als die älteste Weinregion Südafrikas. Im Constantia Uitsig empfängt uns eine ganz eigene, man könnte auch sagen kolonialistische Welt. Der Charme alter Cottages umweht uns, die Zimmer sind im Stil von Laura Ashley geschmückt, uns empfingen mit Bettwäsche überzogene Wolldecken, etwas morbide vielleicht, aber charmant. Tipp: Essen im River Café des Hauses, das Frühstück ist besonders empfehlenswert. Ebenfalls sehr beliebt: Das La Colombe, einige feiern es als das Nummer-Eins-Restaurant von Südafrika. Dazu ein alternativer Übernachtungstipp für alle, die es etwas moderner mögen: Fürs gleiche Geld können Sie auch wieder zurück in Richtung Kapstadt am Fuß des Tafelbergs im touristischen Camps Bay, dem populären Strand von Kapstadt, im Bay Hotel übernachten. Luxus pur, am Pool fühlen Sie sich wie in der Raffaelowerbung, helle Umgebung, Sonne, Lebensfreude. Der Blick aufs Meer ist unbezahlbar. Kleine Träne im lachenden Gesicht: Das Essen im hoteleigenen Restaurant Tides im 1. Stock (Dinner, Seafood Platter, außerhalb der Karte angeboten, überraschender Preis 950 Rand pro Nase, fast 100 Euro) hat mich persönlich nicht überzeugt, der Poolservice des Delis im Erdgeschoss war dagegen super in Qualität und Preis: Calamari, gegrillt, ohne Panade, mit Beilagen (Salat, gegrillte Kartoffelviertel), für 65 Rand einfach unschlagbar.

Franschhoek …

Wir – meine Frau und ich – haben uns dann nach einem gelungenen Tag am nächsten selben auf den Weg in die Region Franschhoek, Stellenbosch und Paarl gemacht und es uns richtig gut gehen lassen. Diese Städte sind alle etwa eine halbe bis eine ganze Autostunde von Kapstadt entfernt und mit dem Leihwagen gut zu erreichen. Die Landschaft, die Sie dort erleben, präsentiert sich phantastisch, ist durchweg sehr gepflegt, großzügig, beeindruckend. Um nach dem hier Gelesenen einen schnellen Eindruck von ihrer Schönheit zu bekommen, schauen Sie einfach mal bei La Petit Ferme vorbei und genießen Sie schon mal im Internet den Blick, der sich einem vor Ort bietet und den man nicht so schnell vergisst. Apropos La Petit Ferme: Vor diesem Restaurant passierte etwas, was ich bislang selten sah. Während wir mit einer Reservierung sofort einen Tisch bekommen, stapeln sich im angrenzenden Garten die wartenden Gäste, die noch keinen Platz ergattern konnten. Mit einem Gläschen Wein in der einen und der Speisekarte in der anderen Hand lächeln sich glückliche Gesichter über die Wartezeit hinweg. Der eine oder die andere macht es sich auch auf dem Rasen liegend bequem.

In Franschhoek haben wir zwei Hotels getestet, das neue L’Ermitage und das alt eingesessene Le Franschhoek. Wie überall in Südafrika wurden wir im L’Ermitage superfreundlich empfangen und umsorgt. Das Haus präsentiert sich im französischen Stil, durchaus luxuriös, mit supergroßen Zimmern und mehreren Pools, die eher an Wasserbecken von Springbrunnen in historischen Parkanlagen erinnern. Uns fehlte es an nichts. Beim Le Franschhoek  merkt man sofort, dass man es mit einem durchorganisierten Hotelkomplex zu tun hat: Perfekter Service beim Ein- und Auschecken, auch von Gruppen. Die reetgedeckte Anlage passt gut in die Landschaft, das Inhouse-Restaurant Le Verger bietet eine gute Küche zum bodenständigen Preis. Gesamturteil: Daumen hoch.

Stellenbosch …

In Stellenbosch waren wir im Evergreen Manor & Spa zu Gast und wurden herzlich betreut. Die Zimmer sind gemütlich und liebevoll eingerichtet, was auch nicht fehlt, ist die Karaffe mit Sherry und 2 Gläschen, ein Symbol der Gastfreundlichkeit im Weinland und an der Garden Route. Riël und seine Frau Christina sind freundliche Gastgeber, die uns die Höhepunkte der Weinregion um Stellenbosch kenntnisreich näher brachten. In Stellenbosch selbst waren wir um Mitternacht zu zweit allein zu Fuß unterwegs vom gemütlichen Dinner zurück ins Hotel, dies nur als Hinweis für diejenigen, denen beim Thema Südafrika immer noch eine gefühlte Unsicherheit die Reiselust verdirbt. In Stellenbosch ist auf jeden Fall ruhig schlafen, auch bei offenem Fenster.

Empfehlenswerter Zwischenstopp: Speisen vom Feinsten mit Lust

Espresso

Ein Espresso zum Nachtisch wird ja gerne genommen - vom Wirt, um nochmal einen guten Schluck aus der Brieftasche des Gastes zu nehmen. Nicht so im Overture des HiddenValley.

Koch

Hier der Spitzenkoch im fröhlichen Gespräch mit Gästen ...

Weilt man schon einmal in Stellenbosch, ist der Besuch des Restaurants Overture im Weingut Hidden Valley ein absolutes Muss für Feinschmecker. Es gehört definitiv zu den Top Ten von Südafrika und ohne Reservierung geht hier gar nichts, am besten schon von Deutschland aus per E-Mail einen Monat vorher. Sicher ist sicher. Wer hier speist, wird belohnt und von im Vergleich zur Leistung sehr übersichtlichen Preisen verwöhnt. Um nur ein kleines Beispiel zu nennen: Ein Espresso zum Nachtisch wird ja gerne genommen – vom Wirt, um nochmal einen guten Schluck aus der Brieftasche zu nehmen. Im HiddenValley erlebten wir Folgendes: Für 1,50 Euro bekamen wir unseren Espresso, dazu handkonfektionierte Pralinen und Gebäck, ein Schälchen mit Vanillewasser, ein Schälchen mit Kardamomwasser und ein Schälchen voll Grappa sowie braunen Zucker, zum Abrunden des Erlebnisses. Das Essen selbst ist ein unglaublicher Genuss, der sich mit Worten nicht darstellen lässt. Probieren Sie’s aus, Sie werden es nicht bereuen, während des Wartens können Si e schon mal mit Blick die offene und voll einsehbare Küche hungrig sehen.

Lassen Sie sich verwöhnen im Relais & Châteaux Hotel Asara

Wieder ganz anders präsentierte sich unser nächstes Ziel in Stellenbosch, das Relais & Châteaux-Hotel Asara Wine Estate. Es ist wie Fincaurlaub auf Mallorca, die Zimmer sind riesengroß, edelste Bettwäscher verwöhnt den müden Reisenden, die Vorhänge sind aus kostbaren Stoffen gewebt, die Ablage im Bad ist so, wie man sie wünscht. Ein Ganzkörperspiegel, der das Herz jeder Frau höher schlagen lässt, ist ebenso vorhanden wie einfach alles, was man für eine perfekte Unterkunft benötigt. Wer beim Betreten des dortigen Tapas-Restaurants an ein Schnellrestaurant denkt, wird mit dem ersten Bissen eines Besseren belehrt. Hier verwöhnt den Gast, um nur eine von vielen zu nennen, die Bistromanagerin Anna Kappes, die sich ihre Sporen auch im Nassauer Hof in Wiesbaden verdient hat und somit weiß, was der anspruchsvolle Gast erwartet. Besonders schön wird es, wenn ein neuer Tag beginnt. Dann sitzen Sie draußen auf der Terrasse des Frühstücksrestaurants, in der Sonne oder im Schatten, und genießen das reichhaltige und hochwertige Frühstücksbuffet.

… und Paarl

Weiter ging’s nach Paarl, genauer: nach Klein Drakenstein. Hier sollten Sie das Palmiet Valley Estate in die engere Wahl Ihrer Übernachtungsziele nehmen. Es erscheint dem Besucher, als beträte er ein Gartenparadies, eine großflächige Anlage mit riesigen Hortensiensträuchern. Die einzelnen Häuser sind von kapholländischer Bauart, reetgedeckt. Wenn Sie das Dachgeschoss (eines einstöckigen Gebäudes) betreten, erleben Sie eine Zeitreise der besonderen Art in die Kolonialzeit: Ein altes Himmelbett, alte Koffer als Truhen und zur Dekoration, den Zimmersafe gibt ein echter alter Tresor, alles ist unglaublich gemütlich und gepflegt. Dahinter schließt sich ein natursteingefliestes Bad an, eingebaute Schränke bieten genügend Stauraum. Wunderbar zum Träumen: Der CD-Spieler mit Out of Africa. Ehe ich’s vergesse: Im Zimmer fanden sich Rosenblätter sogar in der Toilettenspülung und ein Zweiglein Rosmarin auf dem Kopfkissen sorgte für einen angenehmen Duft in der Nase, auch wenn es schon längst wieder auf dem Nachttisch lag. Es gibt Gäste, die schon 20-mal hier waren und immer wieder begeistert sind. Frühstück und Abendessen gibt’s im Freien unter weit ausladenden, Schatten spenden Bäumen, die Tische je nach Anlass auch ganz liebevoll mit Tafelsilber und Rosenblättern geschmückt. Superromantisch, 3 Daumen nach oben. Ganz in der Nähe finden sich jede Menge Golfplätze und als Bonbon sei zum Schluss noch die Oldtimer-Sammlung des Hausherrn Fred Uhlendorff erwähnt, die sehenswert ist und auch für Ausflüge zur Verfügung steht.

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