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Perlen unter der Sonne Afrikas: Kenia

10. März 2009 | Von | Rubrik: Ostafrika
Wer im richtigen Hotel gelandet ist (hier The Sands At Nomad), der kann es sich in Kenia sehr gut gehen lassen. In Landessprache heißt das: Hakuna matata, no problem! Einfach nur vor seiner „Hütte" in der Sonne zu liegen und aufs Meer zu schauen, das reicht zum Glücklichsein. Da muss man sich schon zwingen, zu einer Safari aufzubrechen – aber machen Sie es trotzdem, es lohnt sich.

Wer im richtigen Hotel gelandet ist (hier The Sands At Nomad), der kann es sich in Kenia sehr gut gehen lassen. In Landessprache heißt das: Hakuna matata, no problem! Einfach nur vor seiner „Hütte" in der Sonne zu liegen und aufs Meer zu schauen, das reicht zum Glücklichsein. Da muss man sich schon zwingen, zu einer Safari aufzubrechen – aber machen Sie's trotzdem, es lohnt sich.

DIANI BEACH – Eines vorweg: Kenia ist toll, aber Sie müssen unbedingt im richtigen Hotel und am richtigen Strand landen. Denn es gibt – unabhängig von den vergebenen Sternen, darauf kann man sich nicht wirklich verlassen – viele schlichte Hotels in Kenia, die – wenn es hoch kommt – vor langem bessere Zeiten gesehen haben. Jetzt leiden sie unter Animations-Techno-Geplärre, maroder Bausubstanz oder unter schon um 10.00 Uhr morgens betrunkenen Gästen. Generell gilt also: Sie müssen aufpassen, wo Sie in Kenia absteigen. Wir können guten Gewissens das The Sands At Nomad empfehlen. Es erblüht gerade neu und wird sie vermutlich wunschlos glücklich machen (inklusive der Möglichkeit, E-Mails nach Hause zu schicken, wenn es denn sein muss).

Kenia strahlt nicht nur durch Sonne, Sand & Meer, sondern vor allem – noch wichtiger – durch seine Menschen. Sie sind sehr hilfsbereit und freundlich, da fällt es leicht, darüber hinwegzusehen, dass nicht alles 100 Prozent perfekt organisiert ist. „Pole, Pole – langsam, langsam“ ist das Motto der Kenianer. Und wenn Sie diese Einstellung in Ihrem Berufsleben vielleicht verrückt machen würde, hier hat sie ihre Vorteile. Wenn es Ihnen gelingt, sich auf diesen Level zu begeben und den Alltags-Stress und die Hektik wie einen Wintermantel auszuziehen und in die Sonne und das Urlaubsleben einzutauchen, dann können Sie in Kenia in aller Ruhe Ihre Seele baumeln lassen.

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Kaum gelandet, schon haben Sie einen Grund zur Freude: Es sind nur 2 Stunden Zeitverschiebung, die haben nach 1 bis 2 Tagen komplett kompensiert und verlieren so keine kostbare Urlaubszeit durch Akklimatisationsversuche.

Doch immer der Reihe nach: Kaum in Mombasa gelandet, sind Sie schon die ersten 40 € (alternativ 50 $) los – soviel kostet das Visum. Aber keine Sorge, das Geld ist gut angelegt, es dauert leider nur eine halbe Stunde, bis Sie es ausgeben dürfen. Schneller wird die kenianische Bürokratie leider nicht mit dem Abkassieren fertig.

Man spricht Deutsch

Ach so, ehe ich’s vergesse: In Kenia spricht man oft Deutsch, ein wenig verwunderlich erschien es uns das schon. Aber keine Angst, Eisbein gibt’s keins so tief drin in Afrika, zumindest haben wir kein’s gefunden – oder gar vermisst. Aber eigentlich ist es doch nicht so erstaunlich, dass hier Deutsch gesprochen wird, Gebiete in unmittelbarer Nähe (Tansania, Burundi und Ruanda) sowie – oft vergessen – auch ein Teil Kenias: das Wituland (deutsch von 1885 bis 1890) waren in deutscher Hand (Deutsch-Ostafrika). Im Kaiserreich galt der Kilimandscharo – 1902 bis 1918 Kaiser-Wilhelm-Spitze genannt – als der größte Berg Deutschlands. Das könnte den Einfluss erklären.  

Hakuna matata – no problem! 

Eigentlich kommt man mit Englisch ganz gut durchs Land. Das erwartet man aufgrund der Kolonialgeschichte auch. Wenn man dann aber plötzlich vom Personal beim Frühstück mit Papa und Mama angesprochen wird, glaubt man seinen Ohren nicht zu trauen. Zwar verstehen verblüffend viele Einheimische Deutsch – man wähnt sich direkt auf Malle* –, aber „Mama“ ist trotzdem Kisuaheli, die Muttersprache der Bantu auf Sansibar, ein künstliches Sprachgemisch vor allem aus Bantu und Arabisch, gespickt mit einigen indischen, portugiesischen, englischen sowie deutschen Begriffen, ohne dass sich dadurch die Struktur der Sprache verändert hätte. Papa heißt allerdings „Hai“ und Vater „baba“.

Verbreitungsgebiet Kisuaheli – Kisuaheli (international: Swahili) ist – neben Arabisch – wohl die bekannteste der ca. 2.000 afrikanischen Sprachen. Es wird in ganz Ost- und auch in Zentralafrika von ca. 50 Millionen Menschen gesprochen (gelber Bereich). Die Sprache stammt aus der Zeit, als die Araber die Küste beherrschten und heißt nichts anderes als „Sprache der Suaheli", wobei mit Suaheli die Küstenbewohner gemeint sind. Die Karte zeigt das Kernverbreitungsgebiet, aber sogar noch im Kongo, Sambia und Südafrika ist diese Sprache anzutreffen.

Kisuaheli (international: Swahili) ist – neben Arabisch – wohl die bekannteste der ca. 2.000 afrikanischen Sprachen. Es wird in ganz Ost- und auch in Zentralafrika von ca. 50 Millionen Menschen gesprochen (gelber Bereich auf der Karte). Die Sprache stammt aus der Zeit, als die Araber die Küste beherrschten und heißt nichts anderes als „Sprache der Suaheli", wobei mit Suaheli die Küstenbewohner gemeint sind. Die Karte zeigt das Kernverbreitungsgebiet, aber sogar noch im Kongo, Sambia und Südafrika ist diese Sprache anzutreffen.

„Bin billiger Jakob!“, auch das bekommt man – sogar von Massai** – in Kenia oft zu hören (man sagt es sogar auf Mauritius), aber das ist nun wieder astreines Deutsch.

Und dann wird noch etwas häufig gesagt, das zuerst wie „Volle Pulle!“ klingt und auf Ausschweifungen hinzudeuten scheint. Doch das Rätsel löst sich schnell auf, denn diesen Spruch hört man an jeder Ecke und den ganzen Tag. Es heißt „Pole, pole“ und bedeutet: „Langsam, immer mit der Ruhe“ und das ist genau der Rhythmus, mit dem man Afrika angehen sollte – ganz gemütlich und ganz anders als der Stress zuhause. Hier schwingt schon ein Teil der Seele Afrikas in den Worten mit.

Doch der Lieblingsspruch der Einheimischen bleibt immer noch: „Hakuna matata“, was wörtlich übersetzt „Keine Probleme, alles in Ordnung“ heißt, in Wirklichkeit aber wohl eher als guter Wunsch für den Angesprochenen gemeint ist in dem Sinn: „Mögen dir die Sorgen immer fernbleiben!“ Was kann man Schöneres gewünscht bekommen?

Weiter geht’s …

Jetzt wird es aber trotzdem langsam Zeit, das Hotel aufzusuchen. Dazu müssen sie vom Flughafen unter Benutzung der berühmten Fähre, auf der die weiße Massai ihren Mann kennengelernt hat, ca. eine dreiviertel bis – je nach Fahrer – 1 Stunde Anreise zum Hotel in Kauf nehmen (falls Sie sich fürs Nomad entscheiden sollten). Auf der Fahrt wird Ihnen in Mombasa – wie so oft in großen Städten in Entwicklungsländern – auch Armut und Müll begegnen, das große Hungern dagegen findet eher im Norden statt. Eine dreiviertel bis 1 Stunde später ist es soweit: Sie haben Ihr Hotel erreicht und tauchen – ganz unwirklich – ein in Ihr Paradies.

The Sands at Nomad – oder Nomad at the Sands

Das Hotel ist so neu, es weiß noch nicht, wie es genau heißt. Falls Sie also im Internet danach suchen bzw. nach Hotelbewertungen Dritter, versuchen Sie es am besten mit beiden Schreibweisen.

Zum Frühstück gab es alles, was das Herz begehrt – man musste nur wissen was das ist. Zumindest in der Öffnungsphase gab es kein Buffet und keine Karte. Also angestrengt nachgedacht und bestellt: Kaffee, Tee, Toast, Rolls, Danish Pastry, Croissants, Milch, Fruchtsaft, Eier: gekocht, gebacken, Spanish Omlett (Rührei mit Paprika, Tomate, Chili etc.), Käse, Konfitüre, Aufschnitt, frische Früchte – da fällt die Auswahl schwer. Bei unserem Abschied gab es dann sogar eine Frühstückskarte, und auch Tischdecken waren dann Standard. Wir wollten gar nicht mehr weg …

Etwas ganz Besonderes ist übrigens der Koch, John Joseph Mutisya. Von 1996 bis 2001 war er in Stromberg tätig, bei Johann Lafer – was mir der  Meisterkoch persönlich bestätigt hat. Wer seine Polipo picante genießt, kommt aus dem Staunen nicht mehr raus.

 … wird fortgesetzt …

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* Mallorca zurück
** Die Maasai selber schreiben sich übrigens mit 2 a und sprechen sich auch so. Das Doppel-s ist ein Zugeständnis an die deutsche Sprache. zurück

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